Alternativ text
GetriebeAntrieb • Getriebeteile
 +49 (0)9642 70370-0 •  +49 (0)9642 70370-29 •  info@euro-getriebetechnik.com

ZF S5-20 Getriebe im Maserati 3500 GT


Modell und Leistungsungbeschreibung Maserati 3500 GT

Auf dem Genfer Salon 1957 präsentierte Maserati als Nachfolger des A 6 G 54 den 3500 GT mit 3,5-Liter-Reihensechszylindermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen, dieser war vom Rennsportmodell Tipo 350S abgeleitet, aber für den zivilen Betrieb in der Leistung auf 220 PS reduziert. Das Fahrwerk war mit hinterer Blattfeder-Starrachse eher einfach gehalten. Die Coupekarosserien stammten überwiegend von Carrozzeria Touring, aber es gab aber auch einige wenige Exemplare von anderen Karosseriebaubetrieben, wie Allemano, Frua, Bertone und Moretti.

Zagato baute wohl keine Variante des 3500 GT, obwohl es Prospekte davon gibt. Die Cabriolets, Maserati Spider genannt, mit 10 Zentimeter kürzerem Radstand entstanden bei Vignale nach Michelotti-Entwurf. ( Es gab auch hier einige Ausnahmen mit einer Karosserie anderer Hersteller).

1960 erhielt der 3500 GT vordere Scheibenbremsen, 1961 ein ZF S5-20 Fünfganggetriebe und - zunächst noch wahlweise - eine Lucas-Einspritzanlage anstatt der bisher üblichen drei Flachstromdoppelvergaser der Fa. Weber. Der Motor leistete so 235 PS, die Modellbezeichnung des Maserati lautete dann 3500 GTI.

Auf dem Turiner Salon 1962 zeigte Maserati erstmals den 3500 GTIS oder Sebring, ein 2+2-sitziges Coupé auf dem kürzeren Radstand des 3500 GT-Cabriolets mit Linienführung von Michelotti, so wie er rechts oben im Bild zu sehen ist. Die Technik entsprach dem bisherigen 3500 GTI (Touring). Ab 1965 war der auch hinsichtlich seiner Karosserie überarbeitete Sebring wahlweise mit größeren Reihensechszylindern von 3,7 oder 4 Litern Hubraum erhältlich, die 245 bzw. 255 PS leisteten. Man unterscheidet beide als Sebring I und II.

Vereinfacht gilt es drei Modelle des Maserati 3500 GT/I zu unterscheiden: den von 1957 bis 1964 mit einer Karosserie aus Alumium als "Superleggera" gebauten 3500 von Touring, den 3500 Spider von Vignale und den 3500 GTIS (Sebring), dessen Karosserie auch bei Vignale hergestellt wurde.

Vom 3500 GT und GTI entstanden bis 1964 insgesamt 1972 Exemplare, vom Sebring bis 1966 weitere 446 Stück.


Technische Daten

Karosserie: 2+2- aus Aluminium (Touring) und Stahl (Sebring)
Motor: Sechszylinder-Reihenmotor, dohc
Bohrung/Hub (mm): 66 x 100 / 86 x 106 / 88 x 110
Hubraum (cm³): 3485 / 3694 / 4014
Chassis: Ovalrohrrahmen aus CrMo-Stahl
Aufhängung: Dreieckslenker und Schraubenfeder vorn; Starrachse mit Längslenkern und Blattfedern hinten
Kraftübertragung: ZF S5-20 Fünfgang-Schaltgetriebe, Heckantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 230-240 km/h
ZF S5-20: 5 Gang Synchroma

I. Technische Angaben

Übersetzungen

Eingangsdrehmoment[mkg] 1. Gang 2. Gang 3. Gang 4. Gang 5. Gang R.-Gang Tacho (wahlweise)
26 3,92 2,21 1,42 1,0 0,85 3,49 1,66
              2,16
35 3,0 1,7 1,24 1,0 0,85 3,2 2,66

Gewicht: ca. 27 kg
Ölinhalt: ca. 1,1 l


II. Beschreibung

Das ZF-Synchroma-Getriebe S 5-20 besitzt fünf sperrsynchronisierte Vorwärtsgänge und einen klauengeschalteten Rückwärtsgang. Es kann direkt am Motor angeflanscht oder getrennt vom Motor eingebaut werden. Zur Schaltbetätigung dient eine Knüppelschaltung. Auf Wunsch wird das Getriebe auch mit einer Fernschaltung ausgerüstet.

Die Zahnradpaare der Vorwärtsgänge und des Rückwärtsganges bleiben ständig in Eingriff. Während das eine Rad eines jeden Ganges fest auf der Vorgelegewelle sitzt, kann sich das rollengelagerte Gegenrad frei auf der Hauptwelle drehen. Beim Schaltvorgang werden mittels einer Sperrsynchronisierung die miteinander zu kuppelnden Teile auf Gleichlauf gebracht. Durch die mit Klauen versehene Schaltmuffe wird das jeweilige Rad mit der Welle gekuppelt und so der Kraftfluß über das entsprechende Zahnradpaar geleitet. Die Schaltmuffen sind gegen Herausspringen gesichert. Im Rückwärtsgang wird die Arbeitsdrehrichtung durch das sogenannte Rücklaufrad geändert. Eingebaute Schaltverriegelungen bewirken, dass immer nur ein Gang eingedrückt werden kann.


III. Bedienung

Da beim Baumuster S 5-20 alle fünf Vorwärtsgänge sperrsynchronisiert sind, kann auch jeder Ungeübte ohne Doppeltkuppeln beim Aufwärtsschalten und ohne Zwischengasgeben beim Zurückschalten einen schnellen, sicheren und geräuschlosen Gangwechsel vornehmen. Bedingt durch die Konstruktion der Sperrsynchronisierung lässt sich der Gang erst einschalten, wenn der Gleichlauf vollzogen ist. Wichtig jedoch ist, dass der Schalthebel zum Einschalten des Ganges immer gleichmäßig weitergedrückt wird, bis der Gang einrastet. Zur Schonung der Synchronteile im Getriebe, der Hauptkupplung und des Motors soll erst zurückgeschaltet werden, wenn die Geschwindigkeit der maximalen Geschwindigkeit des nächst niedrigen Ganges entspricht.

Der Rückwärtsgang darf nur bei stillstehendem Fahrzeug eingeschaltet werden, da sonst eine Beschädigung der Klauenkupplung möglich ist. Sowohl beim Schalten der Vorwärtsgänge als auch des Rückwärtsganges muß das Kupplungspedal ganz durchgetreten werden. Der einwandfreie Zustand der Hauptkupplung trägt erheblich zum Vermeiden von Schaltschwierigkeiten bei. Sie muß vollständig aus- und einkuppeln. Das vorgeschriebene Pedalspiel sollte laufend überwacht werden.


ZF-Synchroma-Getriebe S 5-20

Anschrift

Euro Getriebetechnik GmbH
Röntgenstraße 14
95478 Kemnath

Kontakt

  +49 (0)9642 70370-0
 +49 (0)9642 70370-29
 info@euro-getriebetechnik.com

Öffungszeiten

Montag - Freitag
Werkstatt: 8.00 - 17.00 Uhr
Büro: 10.00 - 18.00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung